FABIAN ZURBRIGGEN
 
   
   
 

 

In Japan gibt es die Teezeremonie. Ein paar Leute versammeln sich in entspannter Atmosphäre in einem Teehaus oder Teezimmer im traditionellen Stil. Es wird Matcha-Tee, gemahlener Grüntee getrunken, und dazu werden meist Süssigkeiten und unter Umständen auch andere Speisen serviert. Der Raum ist schlicht und einfach, wird geschmückt mit einer Blume. Die benutzten Utensilien sind oftmals erlesene in Handarbeit gefertigte Kunstwerke, z.B. die Teeschalen. Die Teezeremonie folgt einer strengen Form und höflichen Ritualen. Jede Handlung und Geste ist peinlich genau bestimmt, beginnend beim rituellen Empfang, über die sorgfältige Zubereitung und den Genuss des Tees, bis zur Verabschiedung am Schluss. Die Art und Weise, wie der Bambuslöffel in die Hand genommen wird, wie damit Teepulver der Dose entnommen wird und wie die Pulverresten vom Löffel sachte in die Teeschale geklopft werden, alles ist festgelegt. Die strenge Form ist in Wirklichkeit ein sehr natürlicher Ablauf von Geschehnissen, jede Handlung soll so ausgeführt werden, wie es in der Natur der Sache liegt.

 

Die Zeremonie ist geprägt von Wertschätzung im Umgang mit dem Mitmenschen und auch im Umgang mit den Dingen. Die vier Grundwerte in der traditionellen Kunstform sind Respekt, Stille, Harmonie und Reinheit. Mit frischem Wasser wäscht man sich Hände und Mund vor Beginn und betritt nicht nur mit sauberen Händen auch mit reinem Geiste den Raum. Es wird geredet, es ist aber ein Ort um zur Ruhe zu kommen. Die Harmonie findet sich in der Ästhetik der Gegenstände, in der zarten Blume, die zurzeit auch gerade draussen in der Natur blüht, und natürlich zwischen den Menschen.

 

Oder anders beschrieben mit den Worten des Meisters Rikyu:

„Bereite eine köstliche Schale Tee; lege die Holzkohle so, dass sie das Wasser erhitzt; ordne die Blumen so, wie sie auf dem Feld wachsen; im Sommer rufe ein Gefühl von Kühle, im Winter warme Geborgenheit hervor; bereite alles rechtzeitig vor; stelle dich auf Regen ein, und schenke denen, mit denen du dich zusammenfindest, dein ganzes Herz.“

 

Die Teezeremonie ist weit verbreitet in Japan, viele Japaner lernen die Rituale und Formen des Teemeisters und üben sie regelmässig. Andere begnügen sich damit, Gast zu sein und sich so am formellen Teeumtrunk zu beteiligen. Diese rituellen Umgangsformen haben eine lange Tradition und sind allen Japanern mehr oder weniger geläufig. Die in der Zeremonie verinnerlichten Formen und Rituale wurden in den Alltag mitgenommen und haben die alltäglichen Umgangsformen in Japan im Laufe der Zeit geprägt. So wird die Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, die einem der Japaner zukommen lässt, sicher auch von solchen Traditionen herrühren.

 

Nun, bei uns würde man wohl eher Kaffee statt Tee trinken. Ja, stellen Sie sich mal vor, es gäbe bei uns eine Kaffeezeremonie. Ein harmonisches Beisammensein in einem schlichten schönen Raum, im traditionellen Walliser Baustil, und ein Holzfeuer, auf dem der Wassertopf kocht; der Kaffee wird nach allen Regeln der Kunst perfekt zubereitet, in entspannter Atmosphäre wird er mit kleinen Köstlichkeiten genossen. Sorgfalt und Ruhe im Umgang mit den Utensilien, Freundlichkeit und Zuvorkommenheit gegenüber den anderen Teilnehmern bestimmen die Runde. Diese Erfahrung tragen sie von dort in den Alltag hinein, lassen die Freude an dieser Ästhetik im Alltag aufleben, erfreuen sich der Harmonie der zeremoniellen Umgangsformen in alltäglicher Gesellschaft. Wäre vielleicht auch schön, oder?

 

 
 
Hier finden Sie Informationen und Empfehlungen für die Schweizer Nationalratswahlen 2015. Ich stelle Ihnen wertvolle Kandidaten für den Nationalrat vor und gebe Ihnen eine Wahlempfehlung für den Ständerat im Kanton Wallis. In den Wochen vor den Wahlen werde ich auf dieser Webseite laufend meine Positionen und Gedanken zu aktuellen Themen veröffentlichen. Ausserdem finden Sie Informationen zur Politik der SVP. Ich hoffe, Ihnen bei der richtigen Wahl helfen zu können.
 
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FABIAN ZURBRIGGEN

 

In Japan gibt es die Teezeremonie. Ein paar Leute versammeln sich in entspannter Atmosphäre in einem Teehaus oder Teezimmer im traditionellen Stil. Es wird Matcha-Tee, gemahlener Grüntee getrunken, und dazu werden meist Süssigkeiten und unter Umständen auch andere Speisen serviert. Der Raum ist schlicht und einfach, wird geschmückt mit einer Blume. Die benutzten Utensilien sind oftmals erlesene in Handarbeit gefertigte Kunstwerke, z.B. die Teeschalen. Die Teezeremonie folgt einer strengen Form und höflichen Ritualen. Jede Handlung und Geste ist peinlich genau bestimmt, beginnend beim rituellen Empfang, über die sorgfältige Zubereitung und den Genuss des Tees, bis zur Verabschiedung am Schluss. Die Art und Weise, wie der Bambuslöffel in die Hand genommen wird, wie damit Teepulver der Dose entnommen wird und wie die Pulverresten vom Löffel sachte in die Teeschale geklopft werden, alles ist festgelegt. Die strenge Form ist in Wirklichkeit ein sehr natürlicher Ablauf von Geschehnissen, jede Handlung soll so ausgeführt werden, wie es in der Natur der Sache liegt.

 

Die Zeremonie ist geprägt von Wertschätzung im Umgang mit dem Mitmenschen und auch im Umgang mit den Dingen. Die vier Grundwerte in der traditionellen Kunstform sind Respekt, Stille, Harmonie und Reinheit. Mit frischem Wasser wäscht man sich Hände und Mund vor Beginn und betritt nicht nur mit sauberen Händen auch mit reinem Geiste den Raum. Es wird geredet, es ist aber ein Ort um zur Ruhe zu kommen. Die Harmonie findet sich in der Ästhetik der Gegenstände, in der zarten Blume, die zurzeit auch gerade draussen in der Natur blüht, und natürlich zwischen den Menschen.

 

Oder anders beschrieben mit den Worten des Meisters Rikyu:

„Bereite eine köstliche Schale Tee; lege die Holzkohle so, dass sie das Wasser erhitzt; ordne die Blumen so, wie sie auf dem Feld wachsen; im Sommer rufe ein Gefühl von Kühle, im Winter warme Geborgenheit hervor; bereite alles rechtzeitig vor; stelle dich auf Regen ein, und schenke denen, mit denen du dich zusammenfindest, dein ganzes Herz.“

 

Die Teezeremonie ist weit verbreitet in Japan, viele Japaner lernen die Rituale und Formen des Teemeisters und üben sie regelmässig. Andere begnügen sich damit, Gast zu sein und sich so am formellen Teeumtrunk zu beteiligen. Diese rituellen Umgangsformen haben eine lange Tradition und sind allen Japanern mehr oder weniger geläufig. Die in der Zeremonie verinnerlichten Formen und Rituale wurden in den Alltag mitgenommen und haben die alltäglichen Umgangsformen in Japan im Laufe der Zeit geprägt. So wird die Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, die einem der Japaner zukommen lässt, sicher auch von solchen Traditionen herrühren.

 

Nun, bei uns würde man wohl eher Kaffee statt Tee trinken. Ja, stellen Sie sich mal vor, es gäbe bei uns eine Kaffeezeremonie. Ein harmonisches Beisammensein in einem schlichten schönen Raum, im traditionellen Walliser Baustil, und ein Holzfeuer, auf dem der Wassertopf kocht; der Kaffee wird nach allen Regeln der Kunst perfekt zubereitet, in entspannter Atmosphäre wird er mit kleinen Köstlichkeiten genossen. Sorgfalt und Ruhe im Umgang mit den Utensilien, Freundlichkeit und Zuvorkommenheit gegenüber den anderen Teilnehmern bestimmen die Runde. Diese Erfahrung tragen sie von dort in den Alltag hinein, lassen die Freude an dieser Ästhetik im Alltag aufleben, erfreuen sich der Harmonie der zeremoniellen Umgangsformen in alltäglicher Gesellschaft. Wäre vielleicht auch schön, oder?

 

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